Radverkehr

Vielseitig und Nah - Förderung des Radverkehrs in Sachsen-Anhalt

Symbolfoto Radverkehr
Fahrradfahren: Gut für Gesundheit und Umwelt

Radverkehr ist in Sachsen-Anhalt ist so vielfältig wie das Land selbst. Ebenso vielschichtig ist die Förderung des Radverkehrs durch die Landesregierung.  Hier geht es in groben Zügen um:

  • den Neubau von straßenbegleitenden Radwege an den Landesstraßen,
  • die Unterstützung der Kommunen bei der Förderung des Radverkehrs
  • den Ausbau der Schnittstellen zwischen Radwegen und dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)
  • sowie die Förderung des Radtourismus.

Darüber hinaus wurde das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr von der Regierung damit beauftragt zu prüfen, inwieweit stillgelegte Bahntrassen zu Radwegen umgebaut werden können. Zur Unterstützung der Kommunen, die für Radwege verantwortlich zeichnen, die nicht an Bundes- oder Landesstraßen liegen, soll der Einsatz von EU-Fördermitteln beim Radwegeausbau geprüft werden.

Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt hat 2016 die Fortschreibung der Bedarfspläne für straßenbegleitende Radwege an Bundes- und an Landesstraßen (Radwegebedarfspläne) auf den Weg gebracht. Die Investitionsmittel für den Ausbau der Radwege an Landesstraßen wurden von bisher einer Million Euro auf jährlich 6,8 Millionen Euro deutlich erhöht.

„Fahrradfahren macht mobil und verbindet. Darum ist das Fahrrad gerade auch im ländlichen Raum ein wichtiges und gern genutztes Verkehrsmittel. Die Städte entlastet es vom Fahrzeugverkehr. Außerdem ist das In-Die-Pedale-Treten gut für die Gesundheit und unsere Umwelt. Jeder Radweg-Kilometer erhöht die Verkehrssicherheit in unserem Land.“

Thomas Webel, Verkehrsminister des Landes Sachsen-Anhalt

Damit können 80 Radwegevorhaben an Landesstraßen mit einer Gesamtlänge von gut 167 Kilometern bis zum Jahr 2030 geplant und gebaut werden. Bei den straßenbegleitenden Radwegen an Bundesstraßen sollen bis 2030 etwa 228 Kilometer dazu kommen.

Die Initiative des Bundes, vertreten durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, den Bau von Radschnellwegen zu fördern,  begrüßt die Landesregierung von Sachsen-Anhalt sehr. Sie unterstützt die Umsetzung des Radschnellweges von Halle nach Leipzig als erstes Projekt dieser Art im Land.

Vela - Der Radwege-Chatbot

Vela-Logo

Vela - der Radwege-Chatbot ist ein gemeinsames Pilotprojekt des Ministeriums für Landesentwicklung und der Verkehr und der Govii UG, einem Unternehmen der TELEPORT-Gruppe. Vela bietet einen unkomplizierten Zugang zu geplanten Radwegen an Bundes- und Landesstraßen in Sachsen-Anhalt. Die Datenbasis bilden die aktuellen Radwegebedarfspläne

Im zunächst zweijährigen Testzeitraum sollen Praxiserfahrungen gesammelt und der Chatbot Stück für Stück verbessert und erweitert werden. Hierfür bitten wir Sie um Ihre Mithilfe. Testen Sie Vela, stellen Sie Fragen und berichten Sie von Ihren Erfahrungen. Sie erreichen die Mitarbeiter der Pressestelle des Verkehrsministeriums unter dieser E-Mail-Adresse: presse(at)mlv.sachsen-anhalt.de.

Was Vela beispielsweise (noch) nicht geben kann, sind Auskünfte über schon vorhandene Radwege an Landes- und Bundesstraßen. Auch über Radwege in Städten und Gemeinden sowie touristische Radwege liegen keine Informationen vor.

Mit dem alljährlichen Aktionstag "Radverkehr in Sachsen-Anhalt" startet das Land in die neue Radsaison. Organisiert vom Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr (MLV), bringt der Tag maßgebliche Akteure in der Landeshauptstadt zusammen. Dazu zählen unter anderem die Landesverkehrswacht, ADAC und ADFC sowie Tourismus- und Wirtschaftsvertreter.

Der Aktionstag ist eine Veranstaltung für die ganze Familie. Er bietet geführte Radtouren für Kinder und Erwachsene zu verschiedenen Orten in Magdeburg und in die Umgebung. Daneben gibt es ein buntes Unterhaltungsprogramm und die Möglichkeit beispielsweise E-Bikes zu testen.

„Eine echte Herausforderung“

Porträtfoto Stefanie Arnhold
Stefanie Arnhold koordniert den Radverkehr in Sachsen-Anhalt.

Mit Stefanie Arnhold hat Sachsen-Anhalt erstmals eine Radverkehrskoordinatorin. Seit dem 01. September arbeitet sie im Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr. Ein Interview.

Sie sind die Radverkehrskoordinatorin Sachsen-Anhalts. Was verbinden Sie mit dem neuen Job?

Ich finde die neuen Aufgaben spannend. In den letzten acht Jahren war ich fachlich für die Gesamtverkehrsplanung der Stadt Wolfsburg verantwortlich. Da ging es natürlich auch um Radverkehr. Aber nicht nur. Jetzt dreht sich alles darum. Das Thema in Sachsen-Anhalt voranzubringen und zu koordinieren, ist schon eine große Herausforderung. 

Was macht eigentlich eine Radverkehrskoordinatorin?

Es steckt schon im Namen: Ich koordiniere. Das heißt, ich möchte Ansprechpartnerin sein, sowohl hier im Ministerium, aber auch für die Landkreise, Kommunen und die Interessenverbände. Sachsen-Anhalt will den Radverkehr fördern. So steht es im Koalitionsvertrag. Meine erste große Aufgabe wird sein, den Landesradverkehrsplan fortzuschreiben. Dazu möchte ich eine Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen mit auf den Weg bringen. Zu meinen Aufgaben gehört auch, Konzepte zur Stärkung des Radverkehrs zu entwickeln und zu begleiten, sowie die Belange des Radverkehrs in die Konzeption des Öffentlichen Personennahverkehrs einzubringen.

Sie kehren aus Wolfsburg nach Magdeburg zurück…

Ja, und das gerne. Nach meinen Abitur in Magdeburg, dem Bauingenieurstudium mit der Vertiefung Verkehrsplanung und meiner Tätigkeit bei der Stadt Wolfsburg, sehe ich nun die Chance meine Erfahrungen aus der kommunalen Praxis mit den Aufgaben einer Radverkehrskoordinatorin zu verbinden. Seit Kindesbeinen kenne ich die Stadt und habe hier nun wieder meine Zelte aufgeschlagen.

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