Nordharzautobahn A 36/B 6n

Brückenbauwerk der Bundesstraße (B) 6n
Brückenbauwerk entlang der B 6n bei Bernburg

Die Bundesstraße (B) 6n wurde zum 1. Januar 2019 vom Bundesverkehrsministerium zur Autobahn (A) 36 aufgestuft. Der Streckenabschnitt in Sachsen-Anhalt hat eine Länge von 82,77 Kilometer und er reicht von der Landesgrenze zu Niedersachen bis zur Autobahn-14-Anschlussstelle Bernburg. Aufgrund ihrer geografischen Lage trug die vierspurige Straße bereits vor ihrer Aufstufung den Beinamen „Nordharzautobahn“.

Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel begrüßte den Entschluss des Bundesministeriums: "Die Aufstufung der B 6n zur Autobahn ist ganz klar mit einem Imagegewinn für die Region verbunden und zugleich ein Standortvorteil mit Blick auf Unternehmensansiedlungen, aber insbesondere auch für die weitere touristische Entwicklung des Harzes. Für die Kraftfahrer ändert sich eigentlich nichts. Die B 6n war bereits autobahnähnlich, größere bauliche Veränderungen sind also nicht erforderlich, aber natürlich muss die gesamte Beschilderung umgerüstet werden."

Die A 36 erstreckt sich insgesamt von der A14-Anschlussstelle Bernburg zum Autobahndreieck Vienenburg in Niedersachsen, einschließlich der der ehemaligen A 395 zwischen Braunschweig und Vienenburg.

Durch die Aufstufung zur Autobahn müssen entlang der Strecke neue Autobahnschilder aufgestellt werden. Neben der Ausweisung der Straße als Autobahn umfasst dies die Kennzeichnung von Ausfahrten oder Entfernungen zu Städten. Die Änderung der Wegweiser- und Entfernungstafeln wird Schritt für Schritt im Jahr 2019 umgesetzt.

B 6n

Baustart für die B 6n in Sachsen-Anhalt war am 5. November 1997. Vier Jahre später, am 02. Oktober 2001, wurde der Abschnitt zwischen dem Dreieck Vienenburg und Wernigerode für den Verkehr freigegeben. Mit der neuen Trasse von Ilberstedt bis nach Bernburg erfolgte am 19. Dezember 2011 der Anschluss der B 6n an die Bundesautobahn (BAB) 14, Magdeburg – Halle. Ab Bernburg verringert sich die Anzahl der Fahrspuren von vier auf drei Fahrspuren.

Die Bauarbeiten für den letzten, rund 15 Kilometer langen Abschnitt, den Lückenschluss zur A 9, begannen am 30. November 2015. Im Jahr 2022 soll auch dieser Streckenabschnitt für den Verkehr freigegeben werden. Damit wird die A36/B6 von Braunschweig (Niedersachsen) bis zur A 9 (Kreuz Thurland, Sachsen-Anhalt) durchgängig befahrbar sein. Die Gesamtkosten des Neubaus werden sich, so die bisherige Schätzung, auf 705 Millionen Euro belaufen.

Im Bundesverkehrswegeplan ist der Weiterbau der B 6n in Richtung Osten verankert. Bis 2030 soll die Straße von der neuen Anschlussstelle B 6n/Thurland bis zur B 184 um rund 2,5 Kilometer verlängert werden.