Verkehrsprojekte

A 143: Westumfahrung Halle (Saale)

Autobahn 143 bei Halle
Fertiggestelltes Teilstück der A 143

Die Autobahn (A) 143 ist ein Teil der Mitteldeutschen Schleife um Halle und Leipzig. Sie soll die A 14 und die A 38 verbinden und die hallische Innenstadt vom Durchgangsverkehr entlasten.

1992 beschloss der Bundestag den Bau der A 143 als eines von 17 Verkehrsprojekten Deutsche Einheit. 2004 wurde das erste Teilstück, die neun Kilometer zwischen Halle-Süd und Halle-Neustadt, fertiggestellt.

2005 wurde für das zweite Teilstück (zwölf Kilometer) die Baugenehmigung erteilt, doch der Naturschutzbund (Nabu) klagte dagegen. Zwei Jahre später gab ihm das Bundesverwaltungsgericht Leipzig Recht und urteilte, dass die Pläne mit Blick auf den Naturschutz nachgebessert werden müssten. Knackpunkt sind Porphyrkuppen, ein seltener und streng geschützter Naturraum mit seltenen Pflanzen und Tieren, den die Autobahn schneiden würde.

Karte der Mitteldeutschen Schleife um Halle/Leipzig
Die A 38 und die A 143 bilden mit der A 9 und der A 14 die Mitteldeutsche Schleife um Halle und Leipzig.

Nunmehr sind aber Lösungen gefunden, um die Beeinträchtigung des „Natura 2000“-Schutzgebietes so gering wie möglich zu halten. Ein rund 300 Meter langer Tunnel mit modernster Lüftungstechnik wird künftig unter der Pophyrkuppenlandschaft hindurchführen. Zur Minimierung von Abgasen und Lärm soll auf dem Teilstück ein Tempolimit von 100 Kilometer pro Stunde gelten, wobei die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Tunnelbereich bei 80 Kilometer pro Stunde liegen soll.

Hinzu kommen eine aus Lärmschutzgründen teilweise gekapselte Saale-Brücke und weitere Naturschutzmaßnahmen.  Dazu erfolgte das erforderliche Planänderungs- und Planergänzungsverfahren. Erste Baumaßnahmen für das rund 245 Millionen Euro teure Projekt könnten 2018 beginnen. Die Fertigstellung wäre dann voraussichtlich im Jahr 2021.

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